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  • Zitat

    F. Stieglitz

    Ich möchte jetzt ja kein Spielverderber sein. Aber als 1812 König Friedrich Wilhelm III. von Preußen, geleitet vom Gedanken der Aufklärung, mit dem "Edikt betreffend die bürgerlichen Verhältnisse der Juden in dem Preußischen Staate" den Rechtsstatus jüdischer Menschen massiv aufwertete, ihnen unter anderem weitgehend die Staatsbürgerschaft, Niederlassungs-, Handels- und Gewerbefreiheit in großen Teilen Preußens zusprach und sie somit privatrechtlich und ökonomisch - wenn auch unter Bedingungen - emanzipierte, was hat Müller da gemacht? Genau, er hat sich als bekennender Antisemit mit anderen Judenhassern organisiert, zum Beispiel in der Deutschen Tischgesellschaft, gemeinsam gegen Juden gehetzt und lautstark das Ende jeglicher Gleichstellungs- und Emanzipationsfantasien gefordert. Müller ging sogar noch weiter und rief zum "gründlichen, ernsthaften und aufrichtigen Krieg" gegen "die Juden", insbesondere folgte er der antisemitischen Verschwörungstheorie, dass die Presse von "den Juden" kontrolliert werde (unter dem Schlagwort "Judengeklatsch"). Insgesamt war er auch Verfechter einer monarchistischen Ständegesellschaft und sprach sich gegen demokratische Reformen aus. Er mag besser sein als der vorherige, nationalsozialistische Namensgeber, aber mehr auch nicht.


    Sie sind eher ein Provokateur, als alles andere.

    Friedrich Wilhelm III., war nun alles andre als ein Reformer, oder gar Aufklärer, Reichsfreiherr vom Stein, legte ihm bereits 1808 das "Edikt vor, welchen das "General Privileg" erlassen 1750 von Friedrich II. ablösen sollte. Bis 1812 wandt FW heraus.

    Fast ein jeder der zur genannten Zeit lebte und nicht jüdisch war , war ANTISEMIT!

    Das Müller MONARCHIST war ist NICHTS verwerfliches!

    Argaringenieur

    Gestütsinhaber und Politiker

  • Fast ein jeder der zur genannten Zeit lebte und nicht jüdisch war , war ANTISEMIT!

    Wie dargelegt, reden wir von einer Zeit, in welcher die privatwirtschaftliche und ökonomsche Emanzipation von jüdischen Menschen politisch durchsetzbar war. Insofern ist Müller nicht irgendein Antisemit, sondern zu der Speerspitze des damaligen Antisemitismus zu zählen. Die Gleichung Antisemit gleich Antisemit geht nicht auf, das muss differenzierter betrachtet werden.

    Das Müller MONARCHIST war ist NICHTS verwerfliches!

    Aha? Möchten Sie vielleicht ausführen, was Sie von einer monarchistischen Ständegesellschaft halten? Das würde mich doch sehr interessieren!

  • Also das Ur-Model ist völlig veraltet. Klerus-Adel-Bürger, das funktioniert so nicht mehr.

    1.Stand -Adel, 2. Stand-Bürgertum& Bauernschaft, Klerus als Stand entfällt das heutiger Klerus eh aus Angehöriger beider Stände besteht.

    Adel= Hochadel, mittlerer Adel, niedriger Adel , unnobelierter Adel

    Bauern= Großbauern, Mittelbauern, Kleinbauern, Knechte

    Bürgertum= Großbürger, Mittelbürger, Kleinbürger, Proletarier

    Das wäre aus heutiger Sicht machbar.

    Ob man es will steht auf einen andrem Blatt

    Argaringenieur

    Gestütsinhaber und Politiker

  • Welche Entscheidungsbefugnisse hätte der Adel in diesem Konzept? Erschöpft sich das dann mit erblichem Grundbesitz, sodass der Adelsstand praktisch zu einer Klasse von Großgrundbesitzern mit schönerem Nachnamen und Ritterrüstung verkommt, oder geht damit erbliche, politische Macht einher?

    Wenn man Ihre - ich nenne es mal - Pläne so hört und da Sie Müller so aggressiv verteidigen, drängt sich mir fast der Eindruck auf, Sie würden auch persönlich an einer monarchistischen Ständegesellschaft Gefallen finden. Irre ich da?

  • Gefallen, werter Herr Doktor ist ist das falsche Wort, ich würde mich nicht dagegen stemmen.

    Politische Macht des Adels, ja und Nein. geht ein Adliger in die Politik so hat er die selben rechte und Pflichten wie Herr Meier oder Herr Schulze. Dabei ist es völlig egal ob es sich um eine Monarchie oder Republik handelt.

    Als Beispiel, trotz dessen, dass er ein schlechter Ministerpräsident war, führe ich Seine Majestät Michael von Sachsen-Gotha-Coburg, an. Einst Monarch , dann Politiker.

    Argaringenieur

    Gestütsinhaber und Politiker

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